Farbschema erstellen: So findest du die perfekten Farben für dein Design

Ein stimmiges Farbschema ist weit mehr als reine Geschmackssache. Farben beeinflussen Emotionen, Kaufentscheidungen und die Wahrnehmung deiner Marke. Ob Website, Logo oder Social Media – die richtigen Farben sorgen für Wiedererkennung, Vertrauen und Professionalität.

In diesem Artikel erfährst du Schritt für Schritt, wie du ein Farbschema erstellst, welche Farbmodelle es gibt und warum Farben im Design eine so zentrale Rolle spielen.

Warum ist ein Farbschema so wichtig?

Farben kommunizieren schneller als Worte. Studien zeigen, dass Menschen sich innerhalb weniger Sekunden eine Meinung über ein Design bilden – oft allein aufgrund der Farbwahl.

„Color is a power which directly influences the soul.“ – Wassily Kandinsky

Ein durchdachtes Farbschema:

  • stärkt deine Markenidentität
  • erzeugt Emotionen und Vertrauen
  • verbessert die Benutzerfreundlichkeit
  • erhöht Wiedererkennungswert und Conversion

Gerade im digitalen Raum entscheidet Farbe häufig darüber, ob Nutzer bleiben oder abspringen.

Schritt 1: Ziel & Markenbotschaft definieren

Bevor du Farben auswählst, solltest du dir eine zentrale Frage stellen: Was soll meine Marke oder mein Design ausstrahlen? Beispiele:

  • Blau → Vertrauen, Seriosität, Ruhe
  • Rot → Energie, Leidenschaft, Dringlichkeit
  • Grün → Nachhaltigkeit, Natur, Gesundheit
  • Gelb → Optimismus, Kreativität, Wärme

„Colors, like features, follow the changes of the emotions.“ – Pablo Picasso

Definiere daher:

  • Zielgruppe
  • Branche
  • Emotionen, die du auslösen willst

Schritt 2: Farbpsychologie verstehen

Die Farbpsychologie hilft dir dabei, bewusste Entscheidungen zu treffen. Farben haben kulturelle und emotionale Bedeutungen, die oft unbewusst wirken.

Ein paar klassische Assoziationen:

  • Blau: Sicherheit, Technologie, Professionalität
  • Rot: Aufmerksamkeit, Gefahr, Liebe
  • Schwarz: Eleganz, Luxus, Autorität
  • Weiß: Klarheit, Minimalismus, Reinheit

Ein gutes Farbschema nutzt diese Effekte gezielt, ohne zu überfordern.

Schritt 3: Grundfarbe festlegen

Die Primärfarbe ist das Herz deines Farbschemas. Sie dominiert dein Design und spiegelt deine Markenidentität wider. Tipps:

  • Wähle eine Hauptfarbe
  • Sie sollte vielseitig einsetzbar sein
  • Teste sie auf hellem & dunklem Hintergrund

Diese Farbe wird später für Logos, Buttons oder wichtige Elemente genutzt.

Elegant – ruhige Stärke, Premium, Vertrauen

Zeitlos, seriös, perfekt für Personal Brand oder High-End Services.

  • Deep Charcoal – #1F1F1F
  • Warm Taupe – #8B7E74 
  • Soft Ivory – #F4F1ED 
  • Muted Gold – #C2A76D
  • Stone Grey – #B6B3AE

Wirkung: Autorität, Klarheit, Luxus ohne laut zu sein
Ideal für: Coaching, Consulting, Personal Brand

Cozy – nahbar, warm, vertrauensvoll

Lädt ein, schafft Verbindung, fühlt sich menschlich an.

  • Warm Sand – #E6DCCF
  • Soft Clay – #C6A992
  • Dusty Rose – #C08A8A
  • Mocha Brown – #6FE437 
  • Cream White – #FBF8F5

Wirkung: Geborgenheit, Authentizität, Community
Ideal für: Kreative Businesses, Mentoring, Female Brands

Minimal – klar, fokussiert, modern

Reduziert, professionell, sehr stark für digitales Branding.

  • Pure Black – #000000
  • Soft White – #FAFAFA
  • Cool Grey – #CFCFCF
  • Concrete Grey – #8E8E8E
  • Muted Sage (Akzent) – #9BAE9E

Wirkung: Fokus, Kompetenz, Struktur
Ideal für: Tech, Startups, Online-Produkte, Websites

Schritt 4: Kontraste & Lesbarkeit prüfen

Design ist nicht nur schön, sondern muss funktionieren. Achte darauf, dass Texte gut lesbar bleiben – besonders auf Websites. Wichtig:

  • Hoher Kontrast zwischen Text & Hintergrund
  • Akzentfarben sparsam einsetzen
  • Barrierefreiheit berücksichtigen (z. B. WCAG)
  • Teste das Farbschema auf verschiedenen Geräten und realen Designs

„Design is not just what it looks like and feels like. Design is how it works.“ – Steve Jobs

Tools zur Erstellung eines Farbschemas

Diese Tools helfen dir beim Experimentieren:

Sie ermöglichen es dir, harmonische Farbkombinationen schnell zu testen.

 

Zum Moodboard gehört auch Schrift und Bildsprache. Dazu komme ich in einem späteren Blog.